das Leben in mir

…aus dem Nichts

Ein weiterer Streit mit einer Freundin, brachte mich dazu, die Thematik nun endgültig zu betrachten. Ich meldete mich selten, traf mich unregelmäßig und dazu nicht unbedingt ausdauernd. Und außerdem war ich kompromisslos, wenn es darum ging abzusagen. Ich konnte es ohnehin nicht leiden, Treffen schon Tage zuvor auszumachen. Spontan lies sich die eigene Stimmung viel besser handhaben als geplant. Nun, speziell bei dieser Freundin trafen nun Welten aufeinander, die beide sehr dominant und stur, in ihrem Sein waren. Verständnis für die Ihrige Sicht, die die tiefe Bedeutung von Freundschaft definierte, wollte ich nicht aufbringen. Im Gegenteil, brachte es mich nach einigem Hin und Her dazu, sie auf Facebook zu blockieren. Ich wollte weder etwas sehen noch hören von ihr. Zu sehr nervte mich das dramatische Gedusel jener Menschen, die nicht mit sich allein sein konnten. In der Tat, ich übernehme keine Verantwortung, für den Zustand meiner Freunde. Es ist mir größtenteils, bei einigen von Ihnen sogar egal, in welch bedauernswerten oder freudvollen Umständen sie steckten. Nicht bei allen – aber bei den meisten von ihnen. Ich bin vielleicht das schlechteste Beispiel, für die gängige Definition von Freundschaft und zudem mehr als bereit, allzu lästigen Personen die Türe, raus aus meinem Leben zu zeigen. Für jeweilige Freundin, wie für einige Andere auch, ein hartes Urteil. Ein egoistisches, respektloses und trauriges Verhalten – aber was solls! Warum auch nicht. Ich habe mich selbst jahrelang genug genervt, mit Geschichten und Dramen über Erfolg, Geld, Liebe, Sex und Selbstzweifel. Warum sollte ich mich jetzt, da ich endlich ein gesundes inneres Gleichgewicht gefunden habe, bei anderen Leuten in die erste Reihe setzen und aus erster Hand zusehen und -hören, wie es ihnen damit geht?! Nein, ich will meine verdammte Ruhe haben! Die meisten dieser Leute kotzen sich in der Regel aus, man streichelt ihnen sanft über den Rücken und bereits am nächsten Tag, steigen sie in den gleichen Zug zurück in ihr altes Leben. Zwei Tage später, unter dem Vorwand des gemeinsamen Abhängens hörst du die gleichen Geschichten wieder und meist, wechseln sie nicht einmal die Personen in ihren Dramen. Der ewig gleiche Film – den ich bereits aus meinem Leben kenne und es hat jahrelange Arbeit gebraucht, um ihn nicht ein Leben lang abzuspielen.
Nun, ich kann nicht behaupten, dass ich durch meine Art einen sehr breiten Freundeskreis habe aber das brauche ich auch nicht. Ich genieße die Gesellschaft derer, die so sind wie ich und verbringe den Rest der Zeit, gerne mit mir. Ich möchte sogar behaupten, dass ich einfach auch wirklich viel Zeit für mich selbst brauche. Für Diejenigen, die das nicht kennen und sich fragen: Wozu – ich brauche die Zeit um mich selbst auszuschalten. Die Zeit, die ich mir für mich nehme ist die Zeit, in der ich meinen eigenen Film stoppe. Ich entlasse mich aus sämtlichen Rollen und liege einfach nur da. Ich vermeide es zu denken, da die Erfahrung zeigt, dass ich sonst Stunden damit verbringe mich zu analysieren, zu bemitleiden oder metaphorish im Kreis zu drehen. Schaffe ich es nicht meinen Kopf auszuschalten, surfe ich zu den unterschiedlichsten Themen, chaotisch im Netz, bis ich von der Informationsflut so erschlagen bin, dass ich müde werde und schlafe. Auch eine wunderbare Art, sich auszuschalten. Film sehen ist mittlerweile nicht mehr so interessant in diesem Zusammenhang – die gleichen Dramen, nur erfunden – da hätte ich mich genauso gut mit Freunden treffen können.
Nein, ich genieße die Ruhe vom menschlichen Auf und Ab und Hin und Her.
Meine Güte, alles hat irgendwie einen Sinn und dann gibt es Jene, die doch keinen ergeben obwohl man gerne hätte, dass dem so wäre. Und durch die Arbeit oder was immer man so im Alltag tun muss, um seine Kröten zu verdienen, durch diese Dinge und Menschen, wird man selbst mit hineingezogen. Man schwimmt mit allen Anderen im Ozean und manchmal, ist das sehr verwirrend. Jede Zeitung, jede Werbung, jedes Gespräch, dass man mithört ist wie ein Pfeil, der behauptet, dass es jetzt in Die und Die Richtung geht. Und dann diese vielen Menschen, die alle in unterschiedliche Richtungen gehen. Jene im Anzug, jene im Hippster-Outfit, die Coolen, die Hippies, die Penner, die Polizisten, die Auszubildenden, die Studierenden, die Arbeiter, die Freelancer, die Reichen, die Schönen, die Kleinen, die Großen… - Menschen mit Geschichten und ich sehe sie an und ordne sie der meinigen zu. Nein – ich brauche diese Auszeit. Ich habe einfach keinen Bock mehr auf dieses Hinterfragen, in Frage stellen, sinnieren und jammern. Ich bin so frei und steige einfach aus. Ich nehme mir die Zeit und bin einfach da und fühle einfach, dass ich da bin. Ich entlasse mich aus der Rolle als Mensch und bin einfach irgendein Bewusstseinsaspekt im Universum und liege herum, wie ein Baum steht. Und ich genieße dieses Gefühl. Keine Last zu tragen, frei zu sein von Pflicht und Drang. Keine Schuld, keine Reue aber auch keine Liebe und keine hochtreibende Freude. Es ist eine andere Welt. Andere Erlebnis-Nuancen ohne das Verlangen nach etwas, dass einen erfüllt. Es ist unmittelbarer und präsenter als das gängige menschliche Leben. Es ist einfacher zu erreichen, als der menschliche Erfolg und es ist vollkommener, als jeder Moment, den ich nicht in diesem Bewusstsein verbringe.
Die Welt hat ihre Probleme und ist in vielerlei Hinsicht herausfordernd oder auch zum Jubeln schön aber manchmal interessiert mich das Alles nicht. Wenn es mich interessiert, sehe ich mir ein paar Dinge auf Facebook an, wo ich es mir häppchenweise zuführen kann, wie es mir passt. Oder vielleicht renne ich auch selber mal wieder in ein Drama und nage daran mit Freuden oder Leiden.
Während andere sicher im Zug sitzen, habe ich mein Leben auf einer Wolke platziert. Ich treibe durch den Himmel und lerne, dass sich Wolken auch auflösen können. Ich lerne im Fall zu fliegen und lande auf der nächsten Wolke. Treibe weiter und weiter und alsbald erkenne ich, dass es weitaus mehr gibt, als sich der Mensch erlaubt zu sehen. Darum ist es mir egal, ob ihr euch mit euren Dramen allein gelassen fühlt oder nicht. Feiert oder Trauert oder steigt aus und entdeckt eine neue Art, das Leben zu leben. Wer sagt, dass der Mensch ewig Mensch bleiben muss? Wer will das schon? Die Erde ist schön aber ich bin nicht unbedingt ein Fan, der weitläufigen, menschlichen Welt. Die Weltherrschaft an sich zu reißen, ist mit weitaus mehr Aufwand verbunden als mir lieb ist und der Versuch normal zu sein, ist auf Dauer ermüdend. Bleibt nur das zu erforschen, was einem begegnet, wenn man wegnimmt, womit sich der Mensch gemeinhin beschäftigt.

Entwurzelt! Fern von Banden des Karma, von Familie, Freunden, Menschen und ihrer Welt, lebst du vor dich hin. Vor dir ein Rätsel, hinter dir Schmerz und in dir, ist nichts als Leere.
Verlassen hast du den Pfad derer, die dir in vergangenen Leben so nahe standen. Der Schmerz, der durch dich fuhr als die Bande riss, war der Größte, den du je gefühlt hast. Plötzlich warst du allein und nurmehr ihre Stimmen in deinem Kopf, peinigten deine Schritte und höhnten ob der Wege die du gingst. Und du wusstest nicht wohin, es schien dir als würdest du dich im Kreis drehen. Schmerz und Dunkelheit umhüllte dich und alsbald erdrückte es dich. Drückte dich hinein, hindurch in die Leere. Du hattest dein Innerstes erreicht. Den Kern deines Wesens. Durch Schmerz und Angst hindurch, gelangtest du an einen Ort, der Furchterregender nicht sein konnte. Du hattest etwas Anderes erwartet. Aber wie bei allen Erwartungen erkanntest du, dass auch die Vorstellung von deinem wahren Wesen, nichts als Illusion war. In dir war nichts enthalten, was du greifen oder definieren hättest können. Leere - und als schließlich auch dieser letzte Aspekt in dir starb, der dich hierher brachte - Hoffnung, da hast du dich losgelassen. Hast dich fallen lassen, in die Leere hinein. Aber du fielst nicht. Nein, du schwebtest. Und in dieser Leere war ein Gewahrsein. Das Gewahrsein deiner Selbst. Deines Seins. Du realisiertest, dass du BIST. Ich bin - die einzige Wahrheit, die das Universum offenbaren kann. Zum ersten Mal, hast du dich bewusst wahrgenommen. Ein eigenartiges Gefühl. So anders, so viel leichter und freier, als du es bisher gewohnt warst. Und da war dieses Mitgefühl für dich und deinen Weg. Du erkanntest plötzlich, warum du die alten Pfade und Freunde verlassen hast. Der Schmerz, der dir deshalb begegnet ist und der dir buchstäblich dein Herz zerriss. Hier und Jetzt verstehst du. Es war ein weiter Weg durch die Illusionen und Begrenzungen deines Kokons und nur sehr schwer begreifst du, dass aus der einstigen Raupe, nun ein Schmetterling geworden ist. Zaghaft schüttelst du deine Flügel. Ehrfurchtsvoll bestaunst du dein neues Selbst. Du lässt dir Zeit, ehe du den Ast verlässt, der für so lange Zeit deine Heimat, dein Universum war. Mit einem letzten wehmütigen Gedanken, ehrst du jene bisherigen Erfahrungen, die dir vertraut sind. Du gedenkst jeder Begegnung, jedem Gespräch, jedem Gefühl und jeder Wahrnehmung deines bisherigen Seins und Tränen verlassen deine Seele. Tränen des Abschieds, denn nichts wird mehr so sein wie es war. Tränen der Freude, denn eine Freiheit und Leichtigkeit offenbart sich dir, jetzt da du erlöst bist vom Kriechen. Und als der erste Sonnenstrahl deinen Ast erreicht und deinen Körper wärmt, breitest du deine Flügel aus. Ein Lächeln begleitet deinen Flug, in eine neue Welt - größer, weiter und so viel anders, als du es je erwartet hättest. Hinter dir eine Erfahrung, vor dir ein neues Kapitel und in dir ein neues Gewahrsein deiner Selbst.

Mittendrin…

Ich blicke gerne zurück. Ich sehe mir gerne die Erfahrungen an, die ich erlebt habe. Aber mehr noch staune ich, wie sehr sich doch die Welt verändert. In der Tat, die Generation nach uns - zumindest hier in Deutschland… sie haben andere Herausforderungen. Die Welt ändert sich.Technik hilft uns, uns zu verbinden mit Anteilen, die wir fokussieren. Technik, Design, Medien - diese Worte höre ich oft. Es sind die Branchen derer, die nach mir kommen. Der Grundcharakter meiner Mitmenschen hat sich verändert. Sie schleppen nicht mehr diese tiefsitzenden Generationsbarrieren mit sich. Das Selbst, ist ihre Herausforderung und sie meistern das sehr gut. Mein Fazit für diese Welt ist ein Gutes. Ich lebe mittendrin. Eine Zeit voller Chaos, voller unerwarteter Dinge, rasanten Veränderungen und mehr noch, faszinierenden Schöpfungen. Dieser Planet, wird eines Tages widerspiegeln, was jeder Mensch tief in sich verborgen hat. Ein wundervolles, fröhliches, neugieriges, offenes und aufgeschlossenes Herz.Die Verzerrungen und Wirrungen schwinden. Es ist nicht das, was die Medien berichten, die mich diese Aussage ohne Zweifel sagen lassen. Es sind die Menschen, denen ich begegne. Jeder für sich sucht seinen Weg in eine Freiheit, die ihm erlaubt ohne Angst zu sein. Ich sehe Verrücktes, Schönes, Grauenvolles. Aber mehr noch, sehe ich in vielen, vielen, vielen von Ihnen, den Mut zu sein, wer sie sind.
Jetzt, da ich dies schreibe, fühle ich mich wieder alt. Ich fühle, wie damals in meiner Kindheit und Jugend, wieder dieses Gefühl des baldigen Abschieds. Dieses innere Gefühl, dass dieses Leben besonders ist. Zu dieser Zeit, auf diesem Planeten. Eine besondere Phase… und ich bin sehr viel gelassener geworden, gegenüber den Problemen, des täglichen Lebens. Es kommt nicht mehr nur auf das Menschseins an. Ich möchte manche Momente einfach nur tief einatmen, um ein letztes Mal bewusst an ihnen zu kosten. Den Weg des normalen Menschen, habe ich vor langer Zeit verlassen und etwas anderes, trat an seine Stelle. Etwas, dass den Menschen integriert hat aber dennoch anders ist. Etwas, dass mehr impulsiv, einfacher, direkter, mit dieser Welt in Aktion tritt. Ja, es findet eine Evolution statt. Ein e schleichende Evolution, von der niemand berichten kann in den Medien, da sie von so individueller Natur ist, dass sie nicht greifbar ist.Nur aufmerksamen Beobachtern, mag sie auffallen aber sie findet statt! Ich bin - wie auch damals müde. Müde vom Anstrengen, Ziehen, Drücken, Manipulieren. Ich möchte mich fallen lassen in dieses Leben und das tue ich. Das bedeutet Veränderung. Es bedeutet Loslassen und es bedeutet in der Tat, die Beziehung zu dir selbst über alles andere zu stellen. Über Familie, Freunde, Beruf und vor Allem über das, was man selbst erwartet. Nur so, wird dieses Leben zu einer freien Erfahrung, zu einem Abenteuer und auch nur so, öffnen sich die Dimensionen zu anderen Reichen. Die Psychologie hat uns gelehrt, dass die inneren Dimensionen des Menschen vielfältig und dominant agieren, in dieser Realität. Gebt sie frei. Atmet euch durch die Grenzen hindurch. Erlaubt euch mehr zu sein, als das, was ihr in euch seht. Dieses Leben wird mein letztes sein, auf diesem Planeten. Es ist ein bestimmtes Gefühl, dass mir dies sagt. So vielen Erinnerungen bin ich begegnet auf meiner Reise, die ich nicht erkannt hätte, hätte ich nicht aufmerksam auf meine Resonanz auf die Ereignisse geachtet. So viel Erfahrung, steckt allein in diesem Leben - und ich werde müde und möchte nur noch genießen. Es ist kein Kämpfen mehr notwendig. Die Schlacht zwischen Gut und Böse, war eine Illusion und was bleibt bin ich. Ich existiere und erfahre, ist die einzige Wahrheit, alles andere ist der Beginn von Illusion.

11.04.2014

Es ist einfach ein schönes Gefühl, wenn dir dein Spiegelbild einen starken, gesunden und schönen Körper spiegelt. Ein grandioses Gefühl!

Es ist nicht immer einfach, seinem Innersten Wissen zu folgen. Erstens überdeckt so viel des Menschseins, dieses innere Wissen und Zweitens, lässt sich damit sehr schlecht, ein Leben innerhalb der bisher bekannten Rahmen und Standards führen.
Liebe Leser, ich habe euch offenbart was ich fühle für und mit dieser Welt und heute schließe ich die letzten Seiten meines Buches. Als ich in jungen Jahren beschloss, ein Buch über meine Geschichte zu schreiben, war es mir wichtig, dieses mit einer Erfolgsstory zu beenden. Es sollte damit schließen, dass ich eine erfolgreiche Position im Beruf, ein volles Bankkonto und einen wunderbaren Partner habe. Ich wollte damals vor Allem meinen damaligen Peinigern zeigen, dass ich es “geschafft” habe.Die Bilanz sieht bitter aus, wenn ich die übliche Messlatte ansetze um jenen Erfolg zu messen. Chaos herrscht in meinem Leben. Ein Abenteuer jagt das Andere. Geld kommt und geht. Ich würde behaupten, es fehlt meistens, als dass es präsent ist. Ich habe keinen Plan und keine Motivation, mich demnächst zu einer Ausbildung, einem Studium oder einem normalen Job hinreißen zu lassen. Ich bin Single und mache um mögliche Partnerschaften eher einen Bogen, als dass ich mich darauf einlasse. Alles was ich also besitze, bin nach wie vor ich….

Am Anfang dieses Buches, war mir dieses “Ich” eine so große Last, dass ich sterben hätte wollen. Ich wollte diesen Körper nicht, ich hasste die Seele, die darin wohnte und ich fürchtete die Welt, auf der ich wandelte.
“Ich”, setzte ich gleich mit Schuld, Schulden, Wertlosigkeit, Schmerz und Abscheu.
So viele Erfahrungen, habe ich nunmehr erlebt und hier bin ICH. Präsent, voller Liebe für mich und mit einer großen Portion Eigenhumor. Denn manche Situationen im Leben, nehmen dir auf so grandiose Weise alles, an dem du festgehalten hast, dass dir nach dem Weinen nur noch das Lachen bleibt. Und so geschieht es, dass ich in jenen Situationen, da alles um dich herum zusammenbricht nur zusehe und beginne ein innerliches Lachen anzustimmen. Explsoionen, Vulkanausbrüche und Erdbeben um dich herum und zum Teil in mir - die Welt lässt dir also wieder ausrichten, dass du immer noch da bist. Was meine Errungenschaft ist,in diesem Leben? Meine größte Erfolgsstory ist die Liebe, die ich zu mir selbst entwickelt habe. Sie geht über alles hinaus, was ich an Schuld, Abscheu und Mangel in mir sah. Sie ist so stark, dass ich mit ihr mutig genug bin, Wege zu gehen, die vielleicht nicht sinnig scheinen. Wege, die eventuell in gesellschaftliche Sackgassen führen und dich weitab von der Herde treiben. Wege, die man die meiste Zeit alleine gehen muss. Aber im Gegensatz zu früher, fühle ich mich nicht mehr einsam, denn ich habe mich. Ich bin die Beziehung, die ich mir wünsche und gelegentlich gesellen sich wunderbare Wegbegleiter zu mir. Ich gebe mir die Freiheit so zu sein, wie ich bin. Ich schmunzele mit mir, wenn ich stolpere und helfe mir auf. Ich halte und tröste mich, wenn ich weine und ich freue mich mit mir, wenn ich Grund dazu habe. Ich liebe mich und gehe gerne an meiner Seite. Diese Liebe hat mir eine Präsenz verliehen, Ausstrahlung und Schönheit geschenkt. Diese Liebe, hat mich an Orte und in Erfahrungen katapultiert, die ich nie hätte planen können. So oft weht der Wind der Veränderung in mein Haus und wirbelt die Energien neu auf. Facetten entstehen und gehen mit jeder Erfahrung und wechseln sich wie Kleidungsstücke. Jetzt bin ich Der und im nächsten Moment wieder ein anderer. Mein Name beschreibt längst nicht mehr eine Person, es ist ein Bewusstsein in dem viele Facetten und Aspekte ein- und ausgehen. Ganz wie es mir beliebt, lebe ich zu jedem Ereignis die Rolle, die mir am Besten erscheint. Die Rollen sind reiner und heiterer geworden. Sie haben nicht mehr diese tiefen, verwirrenden Dramen und tragen auch nicht mehr diese schwere Last mit sich herum. Es sind natürlich auch traurige Rollen dabei, wütende und enttäuschte aber - ich bin ja auch Mensch und ich lebe in einer Welt, die einem manchmal die Tränen in die Augen treibt. Nichtsdestotrotz habe ich begonnen, mein Leben zu genießen. Mein Leben ist ein sinnliches Menü und ich möchte mich darin baden. Ich habe vieles verloren und losgelassen, was mich an die alte Welt bindet. Meine neue Welt ist dynamischer, sie wandelt sich sehr, sehr schnell und es gibt in ihr keinen Sinn und kein Ziel. Sie präsentiert sich mir um erfahren zu werden, nicht um zu etwas hinzuführen. Ich bin bereits dort, wo ich sein soll und der Rest ist einfach Ausdruck von Leben. Etwas das man am Besten erfährt und mit allen Sinnen genießt und nicht daran zerbricht, es fürchtet oder begrenzt. Und liebe Freunde, wer dort angekommen ist bei sich, dem wird unmissverständlich klar, dass es Zeit wird zu genießen. Egal was andere sagen, wofür sie kämpfen und hoffen, für dich ist es Zeit zu genießen, wenn du bereit dafür bist, es dir zu erlauben!

Ich erlaube mir, dieses menschliche Leben loszulassen. Absicherungen und Wurzeln frei zu geben und vor Allem mich selbst. Ich bin nicht der, der ich geglaubt hatte zu sein und bin auch nicht der, der ich sein will. Ich bin, der ich bin - ich bin präsent und erschaffe mich von Moment zu Moment neu. Ich bin ein eigenständiges Universum und mein Bewusstsein, erfährt sich selbst darin. Zeit, das zu genießen!

Zu Hause - noch zu bearbeiten

Wieder zurück. Zu Hause!
Es hatte mich meine Kindheit und Jugend gekostet, um die wahre Dimension von “zu Hause” zu verinnerlichen.
Weggegeben, Abgelehnt, Vertrieben und dann nur noch geflüchtet. Wohin wusste ich damals nicht. “Einfach weg!”, antwortete ich, wenn mich Leute fragten, wo ich hin wollte. Ich konnte ihnen nichts Genaues sagen. Ich konnte es nicht beschreiben aber ich hatte eine Ahnung davon, ich hatte es im Gefühl und ich wusste, dass ich es eines Tages finden würde.
Nun, hier bin ich nun. Die äußeren Umstände beschreiben einen jungen Mann, auf seinem Hochbett, in seinem Berliner WG-Zimmer. Aber dort bin ich nicht zu Hause. Dort wohnt sicherlich ein Aspekt von mir, ziemlich genau sogar der Aspekt, den ich gerade beschrieben habe. “Zu Hause” aber bin ich wo ICH BIN. Ein größeres Bewusstsein als der menschliche Aspekt, den ich darstelle. Zu Hause bin ich, seitdem ich MEINE Entscheidungen treffe, nicht die, die mir als Mensch am Naheliegendsten scheinen. Zu Hause bin ich, seitdem ich an meinem eigenen Universum baue. Andere sparen und bauen Häuser, ich baue mir mein eigenes Universum. Und ich spare dafür nicht. Nein, mit jeder Entscheidung, mit jedem Schritt, mit jedem Atemzug, erschaffe ich es beständig neu.

Ich weiß nicht, was die Leute erwarten, die dem geregelten Trott, der facettenreichen Masse oder einfach nur der Schablone folgen und mich fragen, wo es hingehen soll demnächst. Jedenfalls nicht in die Richtung, in die es bisher gegangen ist! Ich laufe durch den Urwald des Lebens, der entgegen den wissenschaftlichen Meinungen, brach liegendes Neuland ist. Ja, auch ich habe Angst auf Ungewisses zu stoßen, in eine Sackgasse zu laufen, Tod und Verderben über mich zu bringen. Aber jedesmal, wenn es dunkel um mich herum wird und ich mich zweifelnd umdrehe, um auf den alten Weg zurückzugehen, sehe ich, welche Welt ich hinter mir gelassen habe.

Stumpf seid ihr geworden, muss ich Euch sagen. Stumpf gegenüber dem, was wir in den letzten Jahrhunderten Anderen und uns selbst angetan haben. Ich beginne damit keine Schuldzuweisung, denn jeder hat seinem Bewusstseinsstand entsprechend, gehandelt aber das Fazit, dass ich für jene Welt habe, die wir bisher gemeinsam aufgebaut haben, endet nicht mit den Worten: und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage!
Wir schreiben das Jahr 2014. Ich bin gelangweilt von Gewalt, Hunger, Krankheit, Armut und seinen Gegensätzen. Um genau zu sein, bin ich gelangweilt von dem Hinterherjagen nach dem guten, reichen, gesunden Lebensstil. Wir haben 2014 verdammt und es interessiert mich nicht, welche Probleme die Amis mit den Russen haben oder ob das Handy der Kanzlerin ausspioniert wird oder nicht. Es interessiert mich nicht ob sich die Regierung in den wirtschaftlichen Ruin treiben wird und ich habe auch kein Interesse an Vergewaltigungsnachrichten, Tod, Trauer, Hass, Qual und all der Energie, die mir jeden Tag in mein Bewusstsein gehämmert wird. Ein fetter Haufen Scheiße mit einer Protesttafel auf der in Großbuchstaben für jeden verständlich tatsächlich auch steht: “Das Leben ist Scheiße!”
Es ist 2014 und ich muss ehrlich sagen, dass es längst Zeit wurde, zu sagen: Es interessiert mich nicht! Täglich die Frage: Welche Arten von Scheiße nehme ich heute zu mir? Oh wie wäre es mit ein bisschen Dünnschiss mit Dickschiss, denn gestern war es ja andersherum und das bekam meinem Magen nicht so gut!
Es ist 2014 und der Großteil der Welt badet in Scheiße, frisst Scheiße, labert Scheiße und verlangt nach mehr Scheiße! Es war höchste Zeit, dass Einige anfingen ebensolche auszukotzen und sich erstmal auf Diät zu setzen. Das verändert den Blickwinkel.
Wenn man erstmal den Entzug überstanden hat, der bei den Meisten (wie auch bei mir) aus Armut, Selbstzweifel, Einsamkeit und Schuldgefühlen bestand, beginnt man, sich Besseres zu gönnen. Man verlangt nach mehr und da dir der Rest der Welt nur Scheiße vorsetzt, musst du dir dein “Mehr” eben selbst anbauen. Dann beginnst du aus jeder Erfahrung, das herauszunehmen, was dir als die beste Zutat erscheint um dir ein beständig facettenreiches Menü zu kochen.
Bisher machte mich die Welt glauben, dass ich definiert bin, begrenzt in meinem Sein. Mein Name auf dem Pass, mein Geist in diesem Körper, mein Bewusstsein - klar definiert durch Raum und Zeit.
Biologie und Geschichte formten mein Leben, mein Gemüt, meinen Charakter - aber das stimmt nicht. Es ist so einfach, in eine andere Geschichte zu schlüpfen. Das Erfahrene muss nicht mehr Last und schicksalweisender Kompass sein. Die Dinge und die Welt an sich, müssen schon lange nicht mehr das sein, was sie von sich selbst behaupten zu sein.
Eigentlich glaube ich sogar sehr stark, dass die Welt selbst nicht wirklich weiß wer sie ist aber sie kämpft beständig darum, als wüsste sie es. Sie stellt ein paar Regeln, Gebote und Grenzen auf und sagt: Ich bin gut. Dann bricht und überschreitet sie diese wieder und behauptet: Ich bin böse. Dazwischen passiert Leben. Menschliches Leben, dass zwischen diesen beiden Polen hin- und hergezogen wird und in einem enormen Kraftaufwand versucht Position zu beziehen. Was bleibt, sind ausgemergelte, geschundene, verzerrte, zugerichtete, schmerzgezüchtete Gesichter, Körper, Leben.
Flacher Atem, begrenzte Zeit, begrenzter Raum, begrenzte Macht, begrenzter Mensch, begrenztes Leben - Tod. Neu!
Stumpf, wer das nicht erkennt!
Ja, es gehört Mut zu neuen Wegen aber vor der Höhle lauert schon lange kein Säbelzahntiger mehr.
Es gehörte auch Mut dazu, sich in einem bäuerlichen Dorf, in dem “Homosexualität” als nicht existent und wenn, dann als Sünde angesehen wurde, sich das erste Mal im Bett einen Dildo in den Arsch zu schieben. Unzählige Stimmen schwirren im Kopf umher, lassen dich das Gummiding vorsichtig und ängstlich mit den Fingern abtasten und treiben dir, ob deiner Wolllust, Scham und Schuld ins Gemüt. Mit diesen Gefühlen, den Witzen, Beschimpfungen und Meinungen deiner Klassenkameraden, Eltern, Nachbarn, dem Dorfpfarrer und deiner Eigenen Stimme im Hinterkopf, tastest du dich an dein Arschloch und schiebst dir unter Schmerz und Genuss, das Ding rein. Kein Wunder, dass Sex unter Homos im weitesten Sinne nicht gerade von “Blümchen” umgeben ist. Erniedrigung, Dominanz, Macht - ein Spiegel der Gesellschaft, die diesen Trieb verdammt. Es gehörte also einiges an Mut dazu, sich dem hinzugeben aber ein Schwuler wird diese Form von Orgasmus besser zu schätzen wissen als jenen, den er mit einer Frau haben kann. Schließlich wird aus dem Dildo ein waschechter Schwanz und evtl. zwei menschliche Leben, die sich selbst etwas Gutes tun, indem sie sich gegenseitig gut tun.

Ich will nicht, dass man denkt, ich prangere eine bestimmte Art zu leben an. Ich will an einer bestimmten Haltung rütteln. Ich sehe, dass viele Leute sich mehr informieren denn je, interessierter sind als sonst - Suchen, suchen und Finden wollen. Aber mir fällt auf, dass wir es so sehr gewohnt sind, gesagt zu bekommen, wie und was die Welt ist, dass uns entgeht, dass wir als Individueller Einzelkosmos, die Fähigkeit haben, dies selbst zu bestimmen. Wir sind es so sehr gewohnt unseren Blick auf bestimmte Zeitlinien zu richten, dass wir den Blick im Moment gar nicht halten können. Geld muss bis dahin da sein. Das muss dann erledigt sein, Dieses, wird dann so geschehen…
Keine Freiheit, begrenzt von Zeit und Raum.
So sehr auch fixiert auf Archetypen und Vorbilder, dass wir gar nicht mehr fühlen, wer oder was eigentlich wir selbst sind. Ich sehe einen reichen Mann, mit gestähltem Körper, schwarzen Haar, grünen Augen als Börsenhai, wie er sich jeden luxuriösen Wunsch erfüllt. Das ist mein Ziel und dahin geisele ich mich via Diät, Training, Lernen, Operationen, Schweiß, Blut, Affirmationen und resigniere auf der Strecke. Verwandle mich in ein innere-Wunden-mit-Essen-stopfendes Walross, Selbstmitleid, Selbsthass, Verstümmelung. Ich hätte auch einfach erkennen können, dass es nicht um das Geld ging, nicht um das Aussehen und nicht um den Job, sondern um das Bewusstsein dahinter, dass sich selbst täglich einen Grund zur Selbstliebe gab. Auf der anderen Seite der Welt, lebt ein dicker, zahnloser Bauer glücklich mit seiner Frau und seinen sieben Kindern. Er geht jeden Tag hinaus aufs Meer, fischt in seinem Boot und schaukelt mit dem Sonnenuntergang wieder an. Bei den Frauen ist er bekannt als alter Gigolo, bei den Kindern als spannender Geschichtenerzähler und bei seiner Frau als herzensguter Taugenichts.

Unsere wahre Natur, erschafft nicht aus dem Physischen sondern aus den Tiefen und Dimensionen, die unser Nicht-physisches Sein uns eröffnet. Daraus schöpfen wir Motivation, erschaffen Wege und Momente und wenn dieses Sein überschattet ist von Zweifel oder vorgefertigtem Glauben, beherrscht und in fester Hand eines menschlichen, begrenzten Verstandes, wie soll sich da jemals ein Universum präsentieren, in welches man gerne eintaucht.

Ich habe den Menschen in mir ausgefüllt, mit einem größerem Bewusstsein. Seine Hindernisse, Grenzen und Meinungen losgelassen und er hat ein zu Hause gefunden, in diesem neuen Sein. Es ist immer wieder mal herausfordernd, besonders im Zusammenspiel mit anderen Menschen. Aber das Leben eröffnet sich nun fernab von Gegensätzen. Es geschieht im Augenblick, in dem es nur das Erleben gibt und keine Wertung. Keine Geschichte und kein Schicksal, Zeit und Raum lassen sich spielerisch formen.
Macht gibt es keine, denn jeder Versuch etwas zu richten, an den Umständen, sie zu heilen oder zu bearbeiten, wäre Manipulation in mir. Ich lebe als wäre ich ein Pinselstreich, der dem nächsten folgt. Das Bild ergibt keinen Sinn und war auch nie dafür gemacht es zu tun. Allein die Erfahrung des Malens und das Betrachten des Ganzen erfüllen mich. Am Ende der Straße bin ebenfalls ich. Und je mehr ich in mir selbst ankomme, desto weniger fürchte ich die Welt. Die Welt, das bin ich und ich bin Zu Hause. Wohlig, warm, angekommen, mich selbst liebend, ein Lächeln, ein Leben in großen Pinselstrichen, ein Abenteuer, Freiheit.
Eventuell sollten wir einem Autisten mehr glauben, von dem was seine Präsenz preisgibt, als den Worten eines Menschen der zwar wissend, dessen Augen aber weniger leuchten und dessen Lächeln weniger strahlt.

Ich denke, es ist Zeit dass jeder für sich selbst nach Hause geh. In seine eigenen inneren Dimensionen schreitet und sein Universum mit seiner Gegenwart erhellt. Der Weg den wir gemeinsam gehen sollten ist der nach innen. Es war bisher so, dass wir ein Bild im Spiegel sahen und danach griffen. Es definieren und kontrollieren wollten. Es ändern, richten, verschönern, manipulieren wollten, ihm einen Sinn aufzwingen wollten, nach unseren Vorstellungen oder denen der Anderen. So fokussiert und gefangen genommen von dieser Erfahrung, dass wir vergaßen, dass es nur ein Blick in den Spiegel war, nicht aber unser wahres Sein. Unser wahres Sein, lässt sich nunmal nicht greifen. Es lässt sich nicht kontrollieren, denn es existiert auf einer vollkommen anderen Bewusstseinsebene - es ist. Fernab von Werten und Vorstellungen des menschlich begrenzten Geistes und seiner Welt. Es lässt sich erfahren, nicht definieren. Es dehnt sich aus und bleibt nicht stehen.
Alles andere ist ein Abbild, ein Teilaspekt dessen was ist und sich darin zu verlieren, kann Sehnsucht auslösen nach dem was man glaubt verloren zu haben. Man beginnt zu suchen, nach Liebe, nach Geborgenheit, nach seinen fehlenden Einzelstücken, nach Einheit, nach zu Hause - nach sich selbst. Tja und irgendwann, dass ist das Gute an meiner Welt, da fand ich mich und lebte glücklich und zufrieden, mit gelegentlichen Aussetzern, bis ans Ende meiner Tage!

Es gibt diesen Zeitpunkt, an dem du erkennst, dass die Welt niemals Schuld war an deinen Lebensumständen. Deiner eigenen Freiheit, stand immer nur dein eigenes Ich im Weg und die Grenzen zur erfüllten Wirklichkeit lagen in dir und nicht im Außen. Früher war mein Verstand noch aktiv genug um mich glauben zu lassen, dass ich verpflichtet bin, gegenüber der Vergangenheit und der Zukunft. Heute aber weiß ich, dass mein Bewusstsein mein Leben lenkt und ich im Jetzt der Schöpfer dessen bin, was ist. Also begann ich in jeder Situation, zuallererst zu akzeptieren. Ich akzeptierte die Schulden, die Schuld, die Last in mir, die mich seelisch bedrückte und meinen Körper träge machte. Ich akzeptierte die einsame Stille und die Leere und die Traurigkeit, die Scham und die Angst und eben vor allem die Schuld, die ich in mir fühlte. Und als ich so mit diesen Gefühlen atmete - ohne sie verändern zu wollen, begann ein tiefes Seufzen. Ein Verlangen nach neuem Atem. Leben, wollte sich in meine Lungen bahnen und erlöste die festgesteckten Energien in mir. Ich begann Leichtigkeit zu fühlen und atmete mich neu und frei in mein Jetzt hinein. In mir war keine Leere mehr. In mir war keine Angst und keine Schuld, keine Scham und kein Leid mehr. In mir war Freiheit und kein Verlangen, nach Etwas, dass mich ausfüllen sollte. Ich nährte mich selbst und war zurückgekehrt, nach einer langen Reise durch die Erfahrungen des Menschseins„ zu meinem Bewusstsein.

Buchbeginn…

"Hi,
ich bin Frank und 27 Jahre alt. Arschloch! Jede Woche Montag, Mittwoch und Donnerstag, gehe ich ins Fitnessstudio, seit einem - Ficker - Jahr und meine letzte Freundin modelte in Deutschland.
Wichser - Ich bin Schriftsteller - Hure - und habe - verfickte Scheiße - Schreibtourette. Diese Angewohnheit - nichts gegen… innn Muschi - beschaffte mir eine feste Anstellung für das Magazin “Vagant”. Eine Art Fachzeitschrift für Berliner Hippster und Bluesliebhaber.
Hinterlasst mir ne Nachricht - dreckiges Ding - ich schreib zurück!”
Logout! Frank liebte den Chat! Es war eine Befreiung und Bereicherung zugleich. Nirgendwo sonst konnte man im zwischenmenschlichen Bereich mehr Macht ausüben als im Chat. Jeder Tick, jede Übertreibung wirkt insgeheim anziehend, erotisch!

"Roxy Music Love is the Drug Danny Howells Extended Mix" Er klickte auf den Titel und zündete dann seinen Joint. Als nach einiger Zeit, ein intensiver Gedankenrausch einsetzte, fiel ihm seine Arbeitskollegin ein.
Alicia, eine kleine Japanerin. Ein süßes Mädchen. 24 und verdammt scharf auf ihn. Unschuldig und hoffnungsvoll blickte sie ihn an, wenn er mit ihr sprach. Wie es eben süße Mädels tun, wenn sie verliebt sind in dich. Jeder Blick von ihm, zwang den Ihrigen in leidenschaftliche Ergebung. Jedes Wort, ließ sie weiter aufstöhnen und als er sie beim Kommen heftig an den Haaren zog, schrie sie ihren Eifer ehrfurchtgebietend in den Raum. Außerhalb der Mitarbeitertoilette befand sich der Lagerraum, der für die heutige Sommerfeier regionaler Firmen, zur Spülküche umfunktioniert wurde.
Zu traurig, dass die Kleine es missverstehen würde, wenn er ihr sagt, dass sie soeben Gott in sich gespürt hat und dass es Ihm ein verdammtes Vergnügen war, in ihrem Tempel zu wohnen. Stattdessen küsste er sie, half ihr stumm, sich anzuziehen und streichelte sie dabei erneut fordernd. Sie fiel wieder in ihre schüchterne Haltung zurück und lächelte verlegen. “Wir müssen raus, Frank! Oh!”
Se taten es ein zweites Mal und kurz vor Schichtende blies sie ihm noch einen.

Lebst du schon oder liest du noch

Im Übrigen bin ich der Erfinder des Buch-Tisches. Es handelt sich dabei um ein fest, aus Büchern zusammengesetztes Tischbein und oben drauf eine Glasplatte. Das Tischbein soll oben so breit sein, dass man den Spruch: “Liest du noch oder lebst du schon?”, unter die Glasplatte leserlich platzieren kann.
Die Idee kam mir heute als ich auf meinem Balkon stand. Sollte es bereits Bilder oder Menschen geben, die mich als Urheber der Idee verleugnen - ist mir das egal. Es lebe das Gefühl des Erfindergeistes!

Mein neues Buch heißt im Übrigen: Liest du noch oder lebst du schon?”
Es handelt von einem narzisstischem, erfolglosen Schriftsteller, der Schreib-tourette hat. Worum´s geht, steht noch nicht wirklich fest, soll aber immer wieder mal sporadisch hier auftauchen!

Irgendwann muss ich die Psychopathen ja aus meinem Kopf lassen - wenn ihr also nicht wollt, dass ich mich in einen solchen verwandel bei unserer nächsten Begegnung, lest ihr besser!

Tagebucheintrag

Dort wo andere ihre Grenzen haben, liegt weltliche Macht
Dort wo ich meine Grenzen habe, liegt meine Macht
Dort wo Grenzen sind, liegt keine Macht